Sektion „Boccaccio und die Frauen“

Boccaccio and Women

We invite proposals for articles about Boccaccio and Women. Comparative and interdisciplinary approaches are welcome.

It is not only about medieval gender studies, but in a broad perspective about debating the role of women in the work of Giovanni Boccaccio:

  •  e.g. the female members of the Brigata and the female characters in the Decameron,
  • the biographies of famous women in De mulieribus claris,
  • women or subjects like Fiammetta/Maria d’Aquino,
  • misogyny/love discourse in Corbaccio,
  • Biancifiore in Filocolo,
  • Emilia in Teseida or
  • Cressida in Filostrato,
  • the nymphs in La caccia di Diana and Ninfale fiesolano,
  • love poetry in the Rime etc.

The texts will be published as a special journal issue of Romanische Studien, a new German reviewed Online-Journal of Romance Studies. Articles may be published in English, German, Italian and any other of the Romance languages.

Abbildung: John William Waterhouse, A Tale from Decameron, 1916, Lady Lever Art Gallery, Liverpool.

Habilitation „Objektive Religion“

Abgeschlossenes Habilitationsverfahren, Dezember 2012

Publikationen aus dem Umfeld

  • »Ici-bas. La modernité de de François Mauriac«. In: Littérature et christianisme. L’esthétique de François Mauriac. Hrsg. von Laurent Déom und Jean-François Durand. Paris: L’Harmattan 2005. S. 199-217.
  • »Religiöse Praktiken und literarische Moderne. Das Beispiel Luigi Pirandellos«. In: Zentrum und Peripherie: Pirandello zwischen Sizilien, Italien und Europa. Hrsg. von M. Rössner und Th. Klinkert, Berlin 2006, S. 115–135.
  • »›Le Christ va redevenir citoyen français.‹ Katholizismus als das Andere der Republik.« In: D. Risterucci-Roudnicky / B. Sändig, Literarische Gegenbilder der Demokratie, Frankfurt am Main 2005.
  • »Philologische Praxis zwischen Moralismus und Ästhetizismus«. In: Ursula Bähler (Hg.): Ethik der Philologie. Beiträge des Frankoromanistentags (Freiburg 2004). Berlin 2006, S. 83–110.
  • »Stahl und Gold. Regulierung der Sinne und Wissenschaftsreligion bei Rimbaud«. In: Thorsten Greiner; Hermann H. Wetzel (Hg.): L’invention de l’inconnu. Science et imagination chez Rimbaud. Würzburg 2007.

Vgl. auch Themenschwerpunkt Houellebecq, La Soumission

Abbildung: Charles Léandre, Karikatur aus Le Rire, „Séparation de l’Eglise et de l’Etat“, 20. Mai 1905. (Public Domain)

Dissertation: „Das schwarze Licht der Moderne“

Inhalt

Inhaltsverzeichnis

Homer, Milton, Ossian: Die Ästhetikgeschichte der Blindheit betrifft visuelle Modernität in ihrem Kern. Dies wird für Frankreich und für Deutschland zwischen 1750 und 1850 gezeigt: Das „schwarze Licht“ eines Sehens, das nicht im Gesehenen aufgeht, schafft eine mächtige Gegenerzählung zu triumphalischen Aufklärungsphantasmen und zur verwissenschaftlichten Objektivierung des Blicks. Die Negation des menschlichen Königssinnes gerät immer deutlicher zur Selbstbegründungsstrategie des Ästhetischen.

Das Korpus führt in drei Schritten eine Genealogie ästhetischer Strategien der visuellen Negativität vor: von der sensualistischen Erkenntniskritik des Starstich-Experiments über die idealistische Verschränkung von Nicht-Sein und positiviertem Sein in der Figur des blinden Sängers bis zum transitorisch gebrochenen Blick der Avantgarde.

Diskutiert werden philosophische Modelle von Holbach und Herder bis zum Deutschen Idealismus. Neben zwei umfangreicheren Kapiteln zur Blindheit bei Diderot und bei Jean Paul sind u.a. Blindentexte von Rousseau, Chateaubriand, Hugo, Nerval, Gautier und Baudelaire ausgewählt. Der Blinde gerät ebenso zum Zeichen eines verlorenen metaphysischen Blicks wie zur Projektionsfläche des autonom gewordenen Scheins. Über die Negativität des Sehens wird die säkulare Selbstsakralisierung der Poesie um 1800 schließlich gegen 1900 auf die Photographie als Kunstform übertragen.

Förderung und Preise

  • Entstanden dank der Förderung der Landesgraduiertenförderung Baden-Württemberg,
  • der Hermann Lenz-Stiftung und publiziert dank der
  • Druckkostenunterstützung der Kurt Ringger-Stiftung.
  • Preis der Stiftung Kommunikations- und Medienwissenschaften
  • Mai 2010: Verleihung des Hugo Friedrich und Erich Köhler-Forschungspreises für Romanische Literaturwissenschaft (Univ. Freiburg im Breisgau)

Rezensionen

— Maximilian Bergengruen, in: Germanistik, Band 48/Heft 3-4 (2007)
— Elsbeth Dangel-Pelloquin, in: Jahrbuch der Jean Paul-Gesellschaft 42 (2007), S. 167-172.

Abbildung (Creative Commons)