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Geschichte der Romanistik

Rubrikherausgeberschaft

Rubrik Geschichte der Romanistik, in Romanische Studien
gemeinsam herausgegeben mit Prof. Dr. Ursula Bähler, Zürich.
Rubrikdarstellung:

„Die Rubrik Geschichte der Romanistik gliedert sich insbesondere in fachgeschichtliche Untersuchungen zur geschichtlichen Reflexion der Romanischen Philologie (die auch Gegenwart und Zukunftsplanung beinhalten kann), aber ebenso sollen Lektüren historischer Forschung und ihrer ideengeschichtlicher Kontexte bzw. ihrer Würdigung aus Sicht des aktuellen Forschungsstandes erscheinen, gerne auch in Verbindung mit einem Themenschwerpunkt in der Rubrik Sektionen.“

Romanistenlexikon

Auf der Domain der Romanischen Studien entsteht ab dem Jahr 2016 das Romanistenlexikon: Verzeichnis der im deutschen Sprachraum tätig gewesenen oder aus dem deutschen Sprachraum stammenden Romanistinnen und Romanisten von Frank-Rutger Hausmann (Freiburg) unter Mitarbeit von Kai Nonnenmacher und Alexander Kalkhoff (Regensburg) und in enger Kooperation mit dem Augsburger Romanistenarchiv (Werner Lengger). Geplant sind ca. 660 Einträge zu Leben und Arbeit der Forscher/innen.

Eigene Beiträge zur Fachgeschichte:

Artikel (Auswahl)

  • Form und Leben zwischen Positivismus und Idealismus, in: Romanische Studien 1 (2015), S. 171-190,
    http://romanischestudien.de/index.php/rst/article/view/19.
  • »Ernst Robert Curtius: Europäisierung historischer Topik oder französische Zeitgenossenschaft?«. In: »France-Allemagne au XXe siècle – la construction académique d’un couple. Les spécialistes universitaires de l’Allemagne et de la France au XXème siècle«, hrsg. von Michel Grunewald, Hans Jürgen Lüsebrink, Reiner Marcowitz u. Uwe Puschner, Bern, Peter Lang, 2012, http://tinyurl.com/p7xnm2t
  • »Karl Vossler et la littérature française«, in: France – Allemagne, regards et objets croisés. La littérature allemande vue de la France. La littérature française vue de l’Allemagne, hrsg. von Wolfgang Asholt u. Didier Alexandre, Tübingen 2011, http://tinyurl.com/q5bz862
  • Rezension von Alexander Kalkhoff, »Romanische Philologie im 19. und frühen 20. Jahrhundert: Institutionengeschichtliche Perspektiven.« Tübingen: Narr 2010 (Romanica Monacensia; 78), in: Romanistische Zeitschrift für Literaturgeschichte, 2011.
  • »Totalitäre Sprachen 1968. Jean Pierre Faye zwischen Stéphane Mallarmé und Carl Schmitt«. In: Isabella von Treskow; Christian von Tschilschke (Hg.): 1968 / 2008. Revision einer kulturellen Formation. Tübingen 2008, S. 115-128. http://tinyurl.com/qzjm6rm

Unveröffentlichte Vorträge (Auswahl)

  • Juni 2015: »›E l’antico fu novo e il novo antico‹: Klassizismus und Moderne bei Gabriele D’Annunzio«, Tagung »Altertumswissenschaften in Deutschland und Italien im 19. und 20. Jahrhundert«, Zentrum für Klassikstudien, Universität Regensburg, 26. Juni, Programm
  • Juni 2015: »Hugo Friedrich und das ›Doppelgesicht‹ Giambattista Marinos«, Gastvortrag bei Prof. Dr. Scholler, Universität Mainz, 11. Juni 2015.
  • Februar 2013: »Die ›Verschiedenheit der Wesensmitte‹: Zur Vergleichbarkeit romanistischer und germanistischer Fachgeschichte«, Vortrag bei der Tagung »Wissenschaftsgeschichte und/oder Fachgeschichte? Aufgaben, Methoden und Desiderate der romanistischen Fachgeschichte« v. Prof. Wolfgang Asholt u.a., Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS), Freiburg vom 13.2. bis 15.2. 2013.
  • September 2011: »Les contextes dissemblables de la poésie pure en France, en Italie et en Allemagne«, colloque du groupe de recherche »Histoire des idées de littérature 1860-1940 (HIDIL)«, Florenz, 20.-22.9.

 

Dissertation: „Das schwarze Licht der Moderne“

Inhalt

Inhaltsverzeichnis

Homer, Milton, Ossian: Die Ästhetikgeschichte der Blindheit betrifft visuelle Modernität in ihrem Kern. Dies wird für Frankreich und für Deutschland zwischen 1750 und 1850 gezeigt: Das „schwarze Licht“ eines Sehens, das nicht im Gesehenen aufgeht, schafft eine mächtige Gegenerzählung zu triumphalischen Aufklärungsphantasmen und zur verwissenschaftlichten Objektivierung des Blicks. Die Negation des menschlichen Königssinnes gerät immer deutlicher zur Selbstbegründungsstrategie des Ästhetischen.

Das Korpus führt in drei Schritten eine Genealogie ästhetischer Strategien der visuellen Negativität vor: von der sensualistischen Erkenntniskritik des Starstich-Experiments über die idealistische Verschränkung von Nicht-Sein und positiviertem Sein in der Figur des blinden Sängers bis zum transitorisch gebrochenen Blick der Avantgarde.

Diskutiert werden philosophische Modelle von Holbach und Herder bis zum Deutschen Idealismus. Neben zwei umfangreicheren Kapiteln zur Blindheit bei Diderot und bei Jean Paul sind u.a. Blindentexte von Rousseau, Chateaubriand, Hugo, Nerval, Gautier und Baudelaire ausgewählt. Der Blinde gerät ebenso zum Zeichen eines verlorenen metaphysischen Blicks wie zur Projektionsfläche des autonom gewordenen Scheins. Über die Negativität des Sehens wird die säkulare Selbstsakralisierung der Poesie um 1800 schließlich gegen 1900 auf die Photographie als Kunstform übertragen.

Förderung und Preise

  • Entstanden dank der Förderung der Landesgraduiertenförderung Baden-Württemberg,
  • der Hermann Lenz-Stiftung und publiziert dank der
  • Druckkostenunterstützung der Kurt Ringger-Stiftung.
  • Preis der Stiftung Kommunikations- und Medienwissenschaften
  • Mai 2010: Verleihung des Hugo Friedrich und Erich Köhler-Forschungspreises für Romanische Literaturwissenschaft (Univ. Freiburg im Breisgau)

Rezensionen

— Maximilian Bergengruen, in: Germanistik, Band 48/Heft 3-4 (2007)
— Elsbeth Dangel-Pelloquin, in: Jahrbuch der Jean Paul-Gesellschaft 42 (2007), S. 167-172.

Abbildung (Creative Commons)