Archiv der Kategorie: Romanische Studien

Workshop: Open Access in der Romanistik – Facetten des wissenschaftlichen Publizierens

Workshop: Open Access in der Romanistik – Facetten des wissenschaftlichen Publizierens

9. November 2017, 13-18 Uhr,
10. November 2017, 9-13 Uhr

Zum Thema Open Access gibt es unterschiedliche Einstellungen und Interessenslagen. Als Mitbetreiberin des Fachinformationsdienstes Romanistik veranstaltet die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg einen Workshop, bei dem Akteure des romanistischen Publikationswesens ihre jeweilige Perspektive darstellen. Dabei sollen Optionen für Open Access in der Romanistik ausgelotet werden. Workshop: Open Access in der Romanistik – Facetten des wissenschaftlichen Publizierens weiterlesen

Dynamik digitalen Publizierens

Deutscher Romanistentag Zürich,
Podiumsdiskussion

„Die Dynamik digitalen Publizierens“

Die Podiumsdiskussion wird am Montag, den 9. Oktober 2017 in Zürich stattfinden, von 18.15 bis 19.45

Programmübersicht des Romanistentags

Vorgesehene Teilnehmer/innen: Wiebke von Deylen (Fachreferentin Stabi Hamburg), Doris Grüter (Fachreferentin Universitäts- und Landesbibliothek Bonn), Ulrike Krauss (De Gruyter), Franz Lebsanft (Romanische Forschungen), Kai Nonnenmacher (Romanische Studien), Torang Sinaga (Rombach Verlag)

Moderation: Harald Völker (Zürich) und Angela Schrott (Kassel)

Die Podiumsdiskussion hat das Ziel, in romanistischem Kontext ein Gespräch zwischen Verlagen und Open Access-Befürwortern, zwischen traditionellen und weniger traditionellen Akteuren der Publikationslandschaft zu initiieren.

Mögliche Fragestellungen:

  • Was gehört alles zur Dynamik digitalen Publizierens?
  • Wie kann diese Dynamik für die Wissenskommunikation optimal genutzt werden?
  • Welche Umstrukturierungen erleben wir aktuell?
  • Wie können Traditionen und Innovationen des wissenschaftlichen Publizierens produktiv zum Nutzen von Forschung und Lehre verbunden werden?
  • Was bedeutet digitales Publizieren für die Bibliotheken und deren Finanzhaushalt?
  • Wie kann Open Access gut funktionieren?

Romanische Studien und Beihefte gedruckt

Die gemeinsam mit Christian Wehr herausgegebene Zeitschrift Romanische Studien und die Buchreihe Romanische Studien: Beihefte werden ab März 2017 parallel zur Online-Veröffentlichung von der Akademischen Verlagsgemeinschaft München gedruckt angeboten, zum Einzelkauf und Abonnement.

Verlagsbroschüre zum Download

RomanischeStudien_1_2017

Debatte Erinnerungsforschung

Debatte in der Zeitschrift Romanische Studien zur Positionsbestimmung der Erinnerungsforschung in der Romanistik heute. Wer interessiert ist, an der Debatte aktiv teilzunehmen, wende sich bitte an die Redaktion.

Eröffnung in Heft 5 (2016) mit dem Editorial von Kai Nonnenmacher (Abdruck s.u.) und einer Rezension von Peter Kuon.

Zugesagte Teilnehmer/innen siehe im Begleitblog der Romanischen Studien.

Debatte Erinnerungsforschung weiterlesen

Sektion „Republik und Romantik“ zu Germaine de Staël

Call for Papers / Artikelausschreibung

Republik und Romantik: zur Aktualität von Germaine de Staëls De la littérature

Zum 200. Todestag von Germaine de Staël im Jahr 2017 laden Olaf Müller (Mainz) und Kai Nonnenmacher (Regensburg) zu einer Sektion in den Romanischen Studien (mit ca. sechs Aufsätzen) über De la littérature considérée dans ses rapports avec les institutions sociales (1800) ein. Mme de Staël gilt als Vorläuferin der Literatursoziologie und der vergleichenden Literaturwissenschaft. Dennoch ist seit frühen Übersetzungen im 19. Jahrhundert der Text nicht mehr auf Deutsch verfügbar, im Gegensatz etwa zu den zahlreichen Ausgaben von De l’Allemagne.

. Angenommene Beiträge sind dann bis 31.3.2017 einzureichen. Beitragssprachen können Deutsch, Französisch, in begründeten Fällen auch Englisch oder eine andere romanische Sprache sein.

Mögliche Aspekte sind etwa:

  • Entstehungsgeschichte, Werkkontext Mme de Staël, Wirkungsgeschichte;
  • Ideengeschichte zwischen 18. Jahrhundert und Romantik (z.B. perfectibilité, gloire, Klimatheorie);
  • literaturästhetische und literatursoziologische Perspektiven;
  • De la littérature als politischer Entwurf / Napoleon als impliziter Adressat;
  • komparatistische Einordnung der jeweiligen Nationalliteratur-Darstellungen (v.a. Griechenland, Rom, England, Spanien, Italien, Frankreich, Deutschland);
  • Genderaspekte (Rolle der Frau in De la littérature, Mme de Staëls Schreib- und Publikationsstrategien, weibliche Autorschaft als Skandalon in der Rezeption von De la littérature), in diesem Zusammenhang auch
  • Gattungsbetrachtungen (Bedeutung der Gattungen in De la littérature, welche Gattungen stehen Frauen um 1800 zur Verfügung).

Zur Einreichung registrieren sich die Beiträger/innen dann bitte auf der Website der Zeitschrift als Autor/in und laden den Aufsatz online incl. Verschlagwortung und Abstract hoch. Die Höchstlänge von 30.000 Zeichen bitte nicht weit überschreiten. Formales und Zitierweise werden online unter Über uns > Beitragseinreichung erläutert.

 


Je me suis proposé d’examiner quelle est l’influence de la religion, des mœurs et des lois sur la littérature, et quelle est l’influence de la littérature sur la religion, les mœurs et les lois. Il existe, dans la langue française, sur l’art d’écrire et sur les principes du goût, des traités qui ne laissent rien à désirer; mais il me semble que l’on n’a pas suffisamment analysé les causes morales et politiques, qui modifient l’esprit de la littérature. Il me semble que l’on n’a pas encore considéré comment les facultés humaines se sont graduellement développées par les ouvrages illustres en tout genre, qui ont été composés depuis Homère jusqu’à nos jours.
(Mme de Staël, De la littérature, Discours préliminaire)

De la littérature, das im April 1800 erschien, war nicht nur eine deutlich gegen Napoleons (Kultur-)Politik gerichtete Kampfschrift, sondern vor allem ein großer literaturtheoretischer Wurf:

Nach zwei unsteten, in Paris, Coppet und auf Reisen verbrachten Jahren, publizierte sie im April 1800 die bedeutende Abhandlung De la littérature considérée dans ses rapports avec les institutions sociales (= Von der Betrachtung der Literatur im Zusammenhang mit den gesellschaftlichen Institutionen). Hierin formuliert sie als eine der Ersten die Theorie, dass literarische Werke durch das konkrete Umfeld, in dem sie entstehen, geprägt sind, worunter sie sinnfälligerweise vor allem die jeweiligen gesellschaftlichen Verhältnisse verstand, allerdings auch die klimatischen und geographischen sowie sonstige äußere Bedingungen. In diesem Sinne rief sie die quasi zwischen Nord und Süd platzierten französischen Literaten auf, sich nicht mehr nur an der heidnischen mediterranen Kultur der Antike zu inspirieren, sondern auch an der christlich-germanisch geprägten Kultur des mittelalterlichen Mittel- und Nordeuropas. Hiermit wies sie der beginnenden Romantik den Weg. Sie selbst begann, in Konsequenz ihrer Einsichten, Deutsch zu lernen und sich mit der deutschen Kultur zu befassen. (online)

Anne Louise Germaine de Staël-Holstein wurde als Tochter des Bankiers Jacques Necker, des Finanzministers Ludwigs XVI., am 22. April 1766 in Paris geboren und starb am 14. Juli 1817 in Paris. 1786 wurde sie Baronesse de Staël durch Heirat mit dem schwedischen Gesandten in Paris, was es ihr ermöglichte, einen politisch und literarisch einflussreichen Salon zu führen, mit dem sie in der Revolutionszeit wiederholt in Konflikt mit den jeweiligen Regierungen geriet. Sie floh 1792 vor der radikalisierten Revolution auf das elterliche Landgut Coppet bei Genf und ins Exil nach England. Nach einer kurzen Phase der Bewunderung für Bonaparte wandte sie sich bald nach dessen Staatsstreich offen gegen die sich befestigende Diktatur. Nach mehreren Pressekampagnen, die Napoléon gegen Mme de Staëls Schriften (De la littérature, 1800; Delphine, 1802) inszenieren ließ, verbannte er sie 1803 aus Paris und lieferte ihr damit den Anlass für die Deutschlandreise, die die Grundlage bildete für ihr bis heute berühmtestes Werk, De l’Allemagne (1810 fertiggestellt, 1813 zuerst publiziert).

Ill.: Germaine de Staël, Porträt von Vladimir Borovikovsky, 1812, Tretjakow-Galerie, Moskau

 

Tasso-Lektüren

Tasso-Lektüren: Zyklus in zwanzig Teilen für die Rubrik „Lektüren“ der Romanischen Studien, gesammelt von David Nelting und Kai Nonnenmacher

Zum Vorhaben, geplant ab Herbst 2017

Im Gegensatz zur Lectura Dantis gibt es keine ihr vergleichbare Tradition von Tasso-Lektüren, von Ausnahmen wie Franco Tomasis Zyklus aus Interpretationen der zwanzig Gesänge abgesehen, welcher an der Universität Padova veranstaltet wurde:

Il progetto di una “lettura” integrale del testo, avviato nei primi anni novanta, si è rivelato un’interessante sfida sul piano esegetico e metodologico, poiché l’incontro con il singolo canto ha obbligato ogni lettore a misurarsi con l’unità testuale, in un vero e proprio corpo a corpo con un poema che, per la sua genesi e conformazione, appare complesso, ricco di sfumature, stratiforme e sempre capace di svelare nuove ipotesi ermeneutiche, come accade, si direbbe, a tutti i testi classici di ogni letteratura.
Lettura della ‚Gerusalemme liberata‘, hrsg. von Franco Tomasi (Alessandria: Edizioni dell’Orso, 2005).

Analog zur regelmäßigen Rubrik „Balzac-Lektüren“ der Zeitschrift Romanische Studien soll mit dem hier skizzierten Vorhaben von „Tasso-Lektüren“ – einer Sammlung von Lektüren je eines Gesangs der Gerusalemme liberata – nicht der Anspruch erhoben werden, den Stand der Tasso-Forschung für jeden Canto vollständig zu subsumieren oder entscheidend zu erweitern, sondern es können auch pointierte und im besten Sinne ‚subjektive‘ Lektüren aus der Italianistik veröffentlicht werden

Explizit gewünscht sind textnahe Lektüren von Auszügen. Möglich sind bspw. Fokussierungen auf eine Figur oder einen Handlungsstrang des Gesangs, Verweise auf Tassos Gesamtwerk oder zeitgenössische Poetiken, auf intertextuelle oder kulturhistorische Bezüge des ersten Kreuzzugs (1096–99) oder des späten Cinquecento (1575 abgeschlossen, erscheint die Gerusalemme liberata 1581), schließlich auch auf Aspekte der Rezeption, Übersetzung etc.

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Herbst 2017: Eröffnung mit Canto I durch
Albert Russell Ascoli
President, Dante Society of America
Terrill Distinguished Professor, University of California, Berkeley

 

 

Ill.: Paolo Domenico Finoglia, Jérusalem délivrée. Tancrède affronte Clorinde (Palazzo Acquaviva, Conversano), 1640-45

Fluctuat nec mergitur: das schwankende Schiff

Publikation von:

Nonnenmacher, Kai. „Das schwankende Schiff“, Romanische Studien 2, Nr. 3 (2016): 7–17,
http://www.romanischestudien.de/index.php/rst/article/view/153.

Nonnenmacher, Kai. „Unterwerfung als Konversion: Als-Ob-Bekehrungen zu Katholizismus und Islam bei Carrère und Houellebecq“, Romanische Studien 2, Nr. 3 (2016): 171–98.
http://www.romanischestudien.de/index.php/rst/article/view/174.

Nonnenmacher, Kai, Hrsg. „Houellebecq: ‚Soumission‘“, Romanische Studien 2, Nr. 3 (2016): 119–98.

Romanische Studien 3 (2016)

Inhaltsverzeichnis
http://www.romanischestudien.de/index.php/rst/issue/view/5

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Romanistenlexikon

Frank-Rutger Hausmann hat sich bereit erklärt, auf den Seiten der logoRomanischen Studien aus seiner jahrzehntelangen Arbeit über die Fachgeschichte ein Romanistenlexikon zu erstellen, mit schätzungsweise 660 Einträgen. Während es für die Germanistik und die Anglistik vergleichbare Forscherdatensammlungen gibt, ist ein Romanistenlexikon seit Jahren beklagtes Forschungsdesiderat geblieben.

Frank-Rutger Hausmann, der bis zu seiner Entpflichtung Professor für Romanische Philologie an der Universität Freiburg war, hat die Geschichte der Romanistik und der Philologien als Forschungsfeld in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut, mit rechercheintensiven Forschungen in den Archiven und mit viel beachteten Publikationen dazu.

Die Publikation ist parallel geplant als printähnliches digitales Dokument und als Datenbank, die somit nachhaltig konsultiert, aktualisiert und erweitert werden kann. Das Romanistenlexikon wird kostenfrei in Open Access gelesen werden können.

Während Prof. Dr. Frank-Rutger Hausmann für den Inhalt verantwortlich zeichnet, übernimmt Priv.Doz. Dr. Kai Nonnenmacher mit der Redaktion der Romanischen Studien die technische Verantwortung für die digitale Publikation und redaktionelle Vernetzung der Daten, für die Sprachwissenschaften außerdem Dr. Alexander Kalkhoff.

Die Arbeit entsteht zudem in Kooperation mit dem Universitätsarchiv der Universität Augsburg, wo mit Unterstützung des Archivleiters Dr. Werner Lengger in den letzten Jahren sukzessive Vorlässe und Nachlässe deutscher Romanisten in einem Romanistenarchiv ihren Platz gefunden haben.

Ill.: Hugo Friedrich (Public Domain)

Herausgabe: Debattenschwerpunkt W. Marx, La Haine de la littérature

Puvoirs_N° 119Débat sur William Marx, La Haine de la littérature (Paris: Minuit, 2015), dans: Romanische Studien 4 (2016).

Les premières pages | Minuit
William Marx sur son projet au Wissenschaftskolleg Berlin

" target="_blank">Contact pour participer (limite de 20.000 signes, à envoyer jusqu’à la fin de l’année)

Participants confirmés

  • Alexandre Gefen (CNRS/univ. Sorbonne, Paris)
  • Jan Baetens (univ. Leuven),
  • Marie Gil (Collège int. de Philosophie, Paris),
  • Wolfgang Asholt (univ. Osnabrück/HU Berlin)
  • Alexandre Prstojevic (INALCO, Paris)
  • Robert Kopp (univ. Bâle)
  • Guillaume Navaud (CPGE, Paris)

Minuit sur le livre:

Ils l’ont attaquée, conspuée, condamnée, sous tous les prétextes, sous tous les régimes, avec les meilleures ou les pires intentions, pour de mauvaises raisons et parfois même pour de bonnes. Ils ont exilé les poètes, brûlé leurs livres – ou en ont simplement formulé le souhait. Voilà 2500 ans que la littérature est sujette à toutes les critiques et toutes les accusations de la part de philosophes et de théologiens, de prêtres et de pédagogues, de scientifiques et de sociologues, de rois, d’empereurs et même de présidents.
De Platon à Nicolas Sarkozy, ce livre fournit toutes les pièces de ce procès ahurissant, fait le portrait d’une incroyable galerie de grotesques et de ridicules, et retrace à sa manière une autre histoire de la littérature occidentale depuis les origines, pleine de bruit et de fureur, de bêtise, d’hypocrisie et d’ignorance, avec ses querelles et ses combats, ses défaites et ses triomphes, ses stratèges, ses traîtres et ses héros.
Avec la haine de la littérature se révèle la face cachée de l’histoire de la littérature – celle qui lui donne peut-être son sens véritable.

Ill.: Geoffrey Fairchild: It was a pleasure to burn.

500 Jahre Orlando furioso, Herausgabe mit Christian Rivoletti 2016

Ludovico Ariosto: 500° anniversario dell’Orlando furioso
Fascicolo monografico della rivista online «Romanische Studien» – Themenheft der Online-Zeitschrift Romanische Studien
Christian Rivoletti e Kai Nonnenmacher

[Call for papers]

Piano provvisorio del fascicolo / Vorläufiges Programm

Vista la grande affluenza e l’alta qualità delle proposte ricevute, abbiamo deciso di selezionare ben venti contributi che, nell’attuale organizzazione del fascicolo, si inseriranno all’interno di tre grandi sezioni tematiche.

Sull’interpretazione del testo / Zur Interpretation des Textes:

  • Corrado Confalonieri (Harvard University): Sul dorso della profezia dinastica: Rinaldo a Ferrara
  • Kirsten Dickhaut mit Mitarbeiterin (Universität Landau-Koblenz): Magie und Illusionsbildung im Orlando
  • Paul Geyer (Universität Bonn): Wie Ariost Dante parodiert
  • Susanne Goumegou (Universität Tübingen): „Fede“ und „tradimento“ in der Gabrina-Episode (OF XXI)
  • Paola Ugolini (University at Buffalo): Ariosto’s treatment of female chastity, and of the figure of Lucretia in the Furioso
  • Rotraud von Kulessa (Universität Augsburg): Zur Metareflexivität der Querelle des femmes in Ariosts Orlando furioso am Beispiel des Canto 37
  • Roberto Ubbidiente (HU Berlin): Vom „senno“ zum Sinn: Astolfos Mondreise als Inszenierung einer werkimmanenten Sinnstiftung zwischen Ironie, Desillusionierung und Moralismus
  • Marianna Villa (Università di Milano): Essere e apparire nel Furioso

Sulla ricezione europea nella letteratura, nel dibattito critico e nelle arti figurative / Zur europäischen Rezeption in Literatur, Literaturkritik und der Bildenden Kunst

a) Il Cinquecento / Das 16. Jahrhundert

  • Francesco Lucioli (Jean-Francois Malle Fellow, Villa I Tatti): Laura Terracina lettrice ed interprete dell’Orlando furioso
  • Debora Capparelli/David Nelting (Universität Bochum): La quadratura del cerchio – pluralità ariostesca e normatività poetica „con cui Romanzevolmente scriver si richieda“ (Pigna, Giraldi Cinzio)
  • Alice Spinelli (FU Berlin): Epos oder Roman? Gegenteilige Aufhebungsversuche von Ariosts Gattungshybridität in der frühen Übersetzungsgeschichte des Orlando Furioso
  • Kai Nonnenmacher (Universität Regensburg): Liberata und Furioso: Tassos Konfrontation mit Ariost
  • Martyna Urbaniak (Scuola Normale Superiore, Pisa): L’incanto del Furioso: la magia del poema e la sua tradizione iconografica nel Cinquecento
  • Clarisse Évrard (Université de Lille): Donne et cavalieri de l’Orlando Furioso, des êtres de papier aux figures peintes des credenze des Princes du XVIème siècle

b) Dal Seicento al Novecento / Vom 17. bis zum 20. Jahrhundert

  • Mauro Sarnelli (Università di Sassari): Tradizione classica e perturbationes animi nell’Alcina Prigioniera del Chiabrera
  • Christian Rivoletti (Universität Erlangen-Nürnberg): Voltaire und Ariostos Orlando furioso.
  • Monica Preti (musée du Louvre): Arioste selon Doré : entre imagination et mémoire
  • Thomas Petraschka (Universität Regensburg): „Das Buch war so schwer, daß ich es nur kniend lesen konnte, wie es sich gebührt“: Ernst Jünger liest Ariosts Orlando furioso
  • Diego Stefanelli (Università di Pavia): “Percorsi nella Ariostkritik della prima metà del Novecento tra Croce e Wölfflin”
  • Clara Allasia (Università di Torino): “Fabbricare un falso Ariosto […] costruendo false ottave”: l’Orlando Furioso di Edoardo Sanguineti fra travestimento e arte del montaggio.

Ill.: Gustave Doré, Orlando furioso

Michel Houellebecq: Soumission

Themenschwerpunkt in den Romanischen Studien 3 (Herbst 2015)

  1. Prof. Dr. Wolfgang Asholt (Osnabrück/Humboldt-Univ. Berlin): „Vom Terrorismus zum Wandel durch Annäherung: Houellebecqs Soumission
    Vorarbeiten:
    Wolfgang Asholt: „Die Rückkehr zum Realismus? Ecritures du quotidien bei François Bon und Michel Houellebecq“, in: Der französischsprachige Roman heute: Theorie des Romans – Roman der Theorie in Frankreich und der Frankophonie, hrsg. von Ottmar Ette und Andreas Gelz. Tübingen 2002.
    Wolfgang Asholt, Marc Dambre (Hg.): Un retour des normes romanesques dans la littérature française contemporaine. Paris 2011.
  2. Dr. Agnieszka Komorowska (Univ. Mannheim): „Zur differenten Rezeption von Houellebecqs Roman ‚Soumission‘ in Deutschland und Frankreich“
    Vorarbeiten:
    Herausgabe des Dossiers „Michel Houellebecq: Questions du réalisme d’aujourd’hui.“  S.6-95. In: Lendemains 142/143 (36. Jahrgang 2011) (zusammen mit Jörn Steigerwald).
    Introduction, Michel Houellebecq: Questions du réalisme d’aujourd’hui. In: Lendemains 142/143 (36. Jahrgang 2011), S. 6-17. (zusammen mit Jörn Steigerwald)
    Comment „restaurer les conditions de possibilité de l’amour“? La représentation des émotions dans Les particules élémentaires de Michel Houellebecq. In: Lendemains 142/143 (36. Jahrgang 2011), S. 32-49.
  3. PD Dr. Kai Nonnenmacher: „Soumission als Conversion – Houellebecq und Huysmans. Religion im französischen Gegenwartsroman“
    Vorarbeiten:
    Habilitationsprojekt Objektive Religion

Abb.: Olivier Ortelpa, Paris rally in support of the victims of the 2015 Charlie Hebdo shooting, 11 January 2015, Paris, Place de la Republique.

Ludovico Ariosto: 500 Jahre Orlando furioso

Ludovico Ariosto: 500 Jahre Orlando furioso
Themenschwerpunkt 2016 der Romanischen Studien
hrsg. von Christian Rivoletti und Kai Nonnenmacher

Ludovico Ariosto:
500° anniversario dell’
Orlando furioso

“Tra tutti i poeti della nostra tradizione, quello che sento più vicino e nello stesso tempo più oscuramente affascinante è Ludovico Ariosto, e non mi stanco di rileggerlo. […] egli ci insegna come l’intelligenza viva anche, e soprattutto, di fantasia, d’ironia, d’accuratezza formale, come nessuna di queste doti sia fine a se stessa ma come esse […] possano servire a meglio valutare virtù e vizi umani. Tutte lezioni attuali, necessarie oggi, nell’epoca dei cervelli elettronici e dei voli spaziali.”
Italo Calvino, “Tre correnti del romanzo italiano d’oggi” (1960), Saggi 19451985, a cura di M. Barenghi (Milano, 1995), 75.

Da allora l’Orlando Furioso ha attraversato i secoli suscitando sia in Italia, sia a livello internazionale letture e interpretazioni sempre nuove.

In Germania, dopo aver contribuito alla formazione della lingua poetica del Barocco attraverso la traduzione di Diederich von dem Werder, l’opera di Ariosto ha conosciuto una stagione di straordinaria intensità a partire dalle imitazioni di Christoph Martin Wieland sino alle teorie dei romantici e alla geniale sintesi operata da Hegel nell’Estetica. In questo periodo nasce anche la traduzione in versi di Johann Diederich Gries, capolavoro forse sino ad oggi insuperato. Negli ultimi cinquant’anni una ricca e importante produzione di studi di alta qualità scientifica in lingua tedesca ha mantenuto vivo l’interesse per questo capolavoro.

. Verranno prese in esame proposte relative sia, in particolare, alla riflessione sul poema in ambito germanofono, sia più in generale ai grandi temi e agli aspetti che caratterizzano l’opera.

Ecco alcuni dei temi che potranno essere oggetto dei contributi:

  • la riflessione critica germanofona sull’Orlando furioso;
  • aspetti della ricezione letteraria, figurativa e musicale in Germania e/o in Europa;
  • analisi di singoli episodi, personaggi o motivi;
  • rapporto con i modelli (poesia classica, epica medievale e rinascimentale, Dante, novellistica, ecc.);
  • rapporto tra cristiani e pagani, tema della guerra di religione;
  • la figura femminile nell’Orlando furioso;
  • ruolo e funzioni dell’ironia / del fantastico;
  • analisi di aspetti narratologici del testo;
  • il problema del genere letterario;
  • analisi di aspetti linguistici e/o stilistici;
  • il rapporto tra il testo e il contesto storico-politico;
  • la biografia di Ariosto e il suo rapporto con il testo.

I curatori prenderanno in considerazione eventuali temi (anche al di fuori di quelli indicati) proposti dai singoli autori.

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Die neuen Kriege im europäischen Gegenwartsroman


Herfried Münkler skizziert bereits in seinem Buch Die neuen Kriege (2002), wie unscharf der Versuch bleiben muss, sie von National-, Welt- oder Kolonialkriegen zu trennen, die Gewalt ist in den neuen Kriegen willkürlich, privatisiert und kommerzialisiert geworden und richtet sich häufig asymmetrisch gegen die Zivilbevölkerung, ähnlich schwierig ist es festzustellen, wann sie überhaupt beendet sind (vgl. BPB). Mit der Verabschiedung der klassischen Staatskriege sind neue Akteure, räumlich-zeitliche Dramaturgien, aber auch neue Narrationen entstanden, und die vorliegende Ausschreibung geht von der These aus, dass die europäische Erzählliteratur der Gegenwart hierauf reagiert und die Kriege als Schauplatz, Medieninszenierung oder beiläufigen Hintergrund, mit einem je wechselnden Verhältnis von ästhetischem und politischem Interesse, ggf. auch nur als traumatisierenden Vorlauf ihrer Figuren nimmt. Nicht unbedingt im Fokus der Ausschreibung stehen Filme oder journalistische Texte zu den neuen Kriegen. In Einzelfällen sind auch transatlantische Erzähltexte (z.B. Kanada, USA) zur Untersuchung möglich, komparatistische Zugänge sind willkommen.

Kriege und Krisengebiete interessieren die Erzähler auch als Gegenstand einer sich auf Recherche stützenden, ihren Realismus betonenden Literatur. Beispiele sind: Ost-Ukraine, Syrien, Nigeria, ‚Islamischer Staat‘, aber auch der Afghanistankrieg, der eine eigene Gattung hervorgebracht hat, den Afghanistanroman – der Terminus ist 2011 in der deutschen Presse zunächst für Kurbjuweits Kriegsbraut in Gebrauch gekommen (J. Encke in F.A.Z., 13.3.2011) und wird seither auch für andere Romane der Thematik benutzt. So betont Jauer, Jonathan Littells Roman über den Holocaust sei in nuce ein Roman über alle Kriege der Gegenwart, wie eben Afghanistan. Die neuen Kriege sind aus romanistischer, germanistischer bzw. komparatistischer Perspektive je in Kontexte nationalpolitischer Debatten zu stellen. Mit dem Afghanistankrieg bspw. beginnt in deutscher Perspektive zwischen 2001 und 2014 eine neue Form außenpolitischen Engagements der Kriegsbeteiligung der Bundeswehr. Insofern ist auch die kontrastive Sicht auf die historischen Unterschiede der Kriege bzw. auf verschiedene nationale Perspektiven bei der Bewertung dieser Kriege hinzuweisen. Exemplarisch für relevante Texte werden Afghanistanromane unten aufgelistet.

Mögliche Aspekte sind etwa:

– (De-)Konstruktion der Spezifizität ‚neuer‘ Kriege;
– Medien- und Gewaltdarstellung;
– Terrorismus und politische Aussagen;
– Männlichkeit und Heroismus;
– Verbindung einer Poetik des Realismus mit Krieg und Krisengebiet;
– Kriegsschauplätze (z.B. Afghanistan) als Exempel von Reiseliteratur und ethnologischer Beobachtung bzw. Naturbilder;
– Migration;
– nationales Erinnern im Vergleich zu je anderen Kriegsromanen;
– Erinnerung und Trauma der Kriegsheimkehrer etc.

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Neue Rubrik der Romanischen Studien: Balzac-Lektüren

« Lectures de Balzac » : rubrique régulière, dir. par Reto Zöllner et Kai Nonnenmacher, dans la revue Romanische Studien

Renouant avec la sérialité et l’ambition totalisante qui caractérise l’œuvre balzacienne, nous proposerons ici une lecture, fil à fil, roman par roman, de l’énorme réseau de La Comédie humaine. Au grand panorama de cette opus magnum s’il en est, notre but est de répondre par une vue panoptique sur l’ensemble de ses constituants. Les interprétations de spécialistes allemands et français formeront autant de mosaïques – métaphore chère à Balzac – qui (re)composent finalement cette totalité kaléidoscopique. L’idée de ce projet est que les approches s’éclaircissent mutuellement, non par la chronologie des romans balzaciens, mais par leur cohérence structurale et poétique.

Attentives aux marques qui permettent de passer d’un texte à l’autre, les contributions, centrées sur les méthodes du close-reading, se veulent des analyses de textes se fondant sur un roman à choix, sans pour autant négliger l’ouverture de chacun de ces romans. À la fois un seuil et un carrefour à voies multiples, un texte balzacien permet en effet, par sa porosité même, d’avoir accès à un ou plusieurs autres.


Textes prévus pour l’année 2015/16

Illustration: timbre (env. 1940), « POUR LES CHOMEURS INTELLECTUELS »

Sektion „Boccaccio und die Frauen“

Boccaccio and Women

We invite proposals for articles about Boccaccio and Women. Comparative and interdisciplinary approaches are welcome.

It is not only about medieval gender studies, but in a broad perspective about debating the role of women in the work of Giovanni Boccaccio:

  •  e.g. the female members of the Brigata and the female characters in the Decameron,
  • the biographies of famous women in De mulieribus claris,
  • women or subjects like Fiammetta/Maria d’Aquino,
  • misogyny/love discourse in Corbaccio,
  • Biancifiore in Filocolo,
  • Emilia in Teseida or
  • Cressida in Filostrato,
  • the nymphs in La caccia di Diana and Ninfale fiesolano,
  • love poetry in the Rime etc.

The texts will be published as a special journal issue of Romanische Studien, a new German reviewed Online-Journal of Romance Studies. Articles may be published in English, German, Italian and any other of the Romance languages.

Abbildung: John William Waterhouse, A Tale from Decameron, 1916, Lady Lever Art Gallery, Liverpool.