Debatte Erinnerungsforschung

Debatte in der Zeitschrift Romanische Studien zur Positionsbestimmung der Erinnerungsforschung in der Romanistik heute. Wer interessiert ist, an der Debatte aktiv teilzunehmen, wende sich bitte an die Redaktion.

Eröffnung in Heft 5 (2016) mit dem Editorial von Kai Nonnenmacher (Abdruck s.u.) und einer Rezension von Peter Kuon.

Zugesagte Teilnehmer/innen siehe im Begleitblog der Romanischen Studien.

 


Nach der Erinnerung

Kai Nonnenmacher (Regensburg)

Monter à la mémoire, pour moi […], c’est monter à la guerre. […] Il se peut que j’aie à faire cela, le lien entre l’émotion de madame Jean et le détachement des étudiants des programmes Erasmus qui visitent Dachau comme nous Pompéi, emplis de révérence et de solennité, avant que tout cela ne sombre. (Mathieu Riboulet)1

Im Jahr 2011 verabschiedete die Assemblée nationale ein Gesetz, das das Leugnen von Völkermorden unter Strafe stellen sollte. Umgehend zog die Türkei in der Folge ihre Botschafter ab und beendete zunächst sogar die militärische Kooperation mit Frankreich, da sich der Verbot des négationnisme u.a. auf den Völkermord an den Armeniern im Osmanischen Reich bezog.2 Der französische Conseil constitutionnel kassierte allerdings 2012 das Gesetz als verfassungswidrig. Im Jahr 2016 verschlechterte sich nun das deutsch-türkische Verhältnis rapide, unter anderem nach einer Resolution des deutschen Parlaments zur Erinnerung an diesen frühen systematischen Genozid des 20. Jahrhunderts:

Der Deutsche Bundestag verneigt sich vor den Opfern der Vertreibungen und Massaker an den Armeniern und anderen christlichen Minderheiten des Osmanischen Reichs, die vor über hundert Jahren ihren Anfang nahmen. Er beklagt die Taten der damaligen jungtürkischen Regierung, die zur fast vollständigen Vernichtung der Armenier im Osmanischen Reich geführt haben. Ebenso waren Angehörige anderer christlicher Volksgruppen, insbesondere aramäisch/assyrische und chaldäische Christen von Deportationen und Massakern betroffen. […]3

Neuere Meldungen sprechen davon, dass die Regierung unter Kanzlerin Merkel sich von der Resolution ihres eigenen Parlaments (die „ohne jede juristische Bindung“ sei) distanziert, um ein Besuchsverbot bei in der Türkei stationierten Bundeswehrsoldaten zu beenden.4 Kirsten Staudts Vergleich des Umgangs in Deutschland und Frankreich mit dem Völkermord an den Armeniern5 untersucht kontrastiv das sog. lobbying mémoriel („Erinnerungslobbying“) von Minderheiten- und Verbandsstrukturen, aber auch die geschichtspolitische Anerkennung, die nach Staudt „abhängig von der Kompatibilität der identitären Bedürfnisse einer Gruppe mit dem jeweiligen nationalen Narrativ“6 ist.

Im Sommer diesen Jahres ist mit 93 Jahren Ernst Nolte gestorben, er war Protagonist des Historikerstreits vor 30 Jahren. In jener Zeit Mitte der 80er Jahre prägte der französische Historiker Henry Rousso den Begriff négationnisme, setzte den Terminus nicht nur konkret in Verbindung mit der Holocaustleugnung und weiteren Völkermorden, sondern grundlegend mit einem ‚Zeitalter des Gedächtnisses‘:

[…] le négationnisme est une conséquence indirecte de l’« âge de la mémoire » dans lequel sont entrées les sociétés occidentales depuis une vingtaine d’années. D’un côté, il a indirectement bénéficié de la très forte sensibilisation autour des questions liées au souvenir de la Shoah, de l’autre, son existence constitue l’une des justifications récurrentes des appels à l’entretien du souvenir.7

Peter Matussek nannte die Gedächtnisforschung einmal nicht nur ein „Themengebiet“ der Kulturwissenschaft, „sondern zugleich ihre wichtigste Konstitutionsgrundlage“8. Die Kulturwissenschaft ist als dritte Säule neben die Literatur- und Sprachwissenschaft getreten, hat sich aber auch inzwischen mit diesen interdisziplinär in Forschung und Lehre thematisch wie methodisch verbunden, freilich teilweise in einer produktiven Spannung. So leitete Thomas Klinkert das neue Verhältnis von Bewahren und Löschen in der Literatur der Moderne aus einem grundlegenden Funktionswandel ab, sie konnte nun nicht mehr „als mimetisches Medium Vehikel von Bewahrung und Traditionsbildung“ sein, die Literatur der Moderne reflektiert „die Externalisierung der Erinnerung, die Notwendigkeit des Vergessens und das zwischen Erinnern und Vergessen, zwischen Bewahren und Löschen bestehende Spannungsverhältnis.“9 In vergleichbarer Weise beendete Patrick Modiano seine Rede bei der Entgegennahme des Nobelpreises für Literatur im Jahr 2014 in Abgrenzung zu einer Literatur (und Gesellschaft) der Erinnerung in Prousts Epoche:

D’être né en 1945, après que des villes furent détruites et que des populations entières eurent disparu, m’a sans doute, comme ceux de mon âge, rendu plus sensible aux thèmes de la mémoire et de l’oubli.

Il me semble, malheureusement, que la recherche du temps perdu ne peut plus se faire avec la force et la franchise de Marcel Proust. La société qu’il décrivait était encore stable, une société du xixe siècle. La mémoire de Proust fait ressurgir le passé dans ses moindres détails, comme un tableau vivant. J’ai l’impression qu’aujourd’hui la mémoire est beaucoup moins sûre d’elle-même et qu’elle doit lutter sans cesse contre l’amnésie et contre l’oubli. À cause de cette couche, de cette masse d’oubli qui recouvre tout, on ne parvient à capter que des fragments du passé, des traces interrompues, des destinées humaines fuyantes et presque insaisissables.

Mais c’est sans doute la vocation du romancier, devant cette grande page blanche de l’oubli, de faire ressurgir quelques mots à moitié effacés, comme ces icebergs perdus qui dérivent à la surface de l’océan.10

Der inzwischen vorliegende Tagungsband (zur Sektion beim Münsteraner Frankoromanistentag) von Ursula Bähler und Wolfgang Asholt zu einem ‚historischen Wissen‘ französischer Gegenwartsromane gibt in diesem Sinne Zeugnis davon, dass nach einer langen Phase der Geschichtslosigkeit (présentisme) und der Konzentration auf Fragen des Schreibens mittlerweile Prosa neue Verbindungen zur Historiographie eingegangen ist, etwa als enquête, als investigation oder témoignage; schon das breite Korpus und die Gliederung dieses Bandes zeigen, dass hier ein echtes Panorama spezifisch fiktional ‚erschriebener‘ Historie unternommen wird: Écrire l’histoire, Écrire la Shoah, Écrire la guerre, Écrire l’histoire (post)coloniale, Écrire l’histoire ‘quotidienne’.11 In diesem Rahmen ist auch der im Vergleich zu den USA späte Erfolgszug der Trauma Studies in Deutschland zu verzeichnen, welche dort eigene Studiengänge und Zeitschriften geschaffen hatten. Judith Kasper begründet psychoanalytisch das doppelte Spezifikum des Literarischen in der Distanz zu historiographischer Rekonstruktion oder erinnerungspolitischer Konstruktion negativen Erinnerns:

Die Aufgabe der Literatur ist in diesem Kontext als eine doppelte zu betrachten. Einerseits entwickelt sie narrative Formen, in welchen die unheimliche Wiederkehr des Traumatischen, hier meist im Sinne eines Nachlebens des Lagers auf der Ebene des Phantasmas, artikuliert wird. Andererseits geht es aber immer auch schon um Formen der Durcharbeitung des Traumatischen. Literatur ist in diesem Kontext dialektisch aufgespannt zwischen der Artikulation eines irreparablen Verlusts und der Öffnung auf Anderes.12

Literarisches Durcharbeiten des Traumas und kulturelles Gedächtnis traumatischer Erfahrungen können demnach nicht einfach vermengt werden.

Geht aber echte Offenheit für eine gemeinsame Zukunft nicht auch mit positivem Erinnern einher? Inzwischen mehren sich Debattenbeiträge, die kulturwissenschaftliche Gedächtnisforschung und die Hinwendung zur Erinnerungspolitik hätten ihre Hochphase bereits hinter sich. In ihrem Sammelband zu einer ‚Neuverhandlung‘ des Erinnerungsparadigmas nennen Ljiljana Radonic und Heidemarie Uhl die Tendenz zu einer Identitätsstiftung aus der Vergangenheit eine „Pathosformel unserer Zeit“13 und kritisieren, nachdem die Moderne ihr utopisches Potential verloren habe, habe sich gegenwärtig die kollektive Selbstvergewisserung von der Zukunft in die Vergangenheit verschoben.

Europäisches Erinnern ist kein positives, sich mit den Helden und Siegern identifizierendes, sondern ein negatives, auf Opfergruppen fokussiertes, als ‚Kampf um das Gedächtnis‘, in der Hoffnung Aleida Assmanns bildet sich hiermit eine ‚dialogische‘ europäische Erinnerungsgemeinschaft, Leggewie und Lang wählen konfliktueller das Bild des „Schlachtfelds“14. Der italienische Komparatist Daniele Giglioli entfaltete in seiner Critica della vittima15 eine Analyse der ambivalenten Funktionalisierung vergangenen Leids, wie sie sich seit den 70er Jahren entwickelte. Jens Bisky spitzt in seiner Rezension Gigliolis zu: „Ja, Opfer können als die Helden unserer Zeit gelten, von ihr hervorgebracht, vergöttert und benötigt“, deshalb müsse jeder den Essay lesen, „der die unaufhaltsame Zunahme von Opfern, Zurückgesetzten, Leidenden inmitten der europäischen Wohlstandswelt skeptisch betrachtet“.16

*

All dies führt mich zum eigentlichen Ausgangspunkt dieses Editorials – und Debattenbeiträge hierzu für die Romanischen Studien sind ausdrücklich willkommen: Während der Lektüre von Henry Roussos Buch Face au passé: essai sur la mémoire contemporaine17 wurde von Peter Kuon die Rezension „Littérature et faillite de l’humain“ eingereicht, die Catherine Coquios Buch Le mal de vérité ou l’utopie de la mémoire18 bespricht (und in Heft 5 der Romanischen Studien  abgedruckt ist, weshalb Monographie und Besprechung hier nicht paraphrasiert werden müssen). Eine frappierende Doppellektüre allerdings, denn der oben erwähnte Historiker Rousso, der Spezialist des Vichy-Regimes, der selbst die Überhöhung des französischen Widerstands als ‚résistancialisme‘ kritisiert hatte, der u.a. Mitglied im conseil scientifique des Pariser Mémorial de la Shoah ist, reflektiert wie Coquio kritisch die Idee des plus jamais ça, die mit einer Sakralisierung des Erinnerns, einem therapeutischen Geschichtsverständnis und generell mit einer immer deutlicheren Fehlentwicklung einhergehe:

Ce qui m’intéresse ici, c’est plutôt l’idée que le passé est un obstacle que les sociétés doivent surmonter pour avancer. J’essaie de comprendre comment on en est arrivé là. […] La mémoire comme valeur, comme “devoir”, comme obsession s’impose dans les années 1990. C’est une nouveauté perceptible par exemple dans la différence entre tradition et mémoire. Des sociétés qui s’inscrivent dans la tradition sont des sociétés attachées à des valeurs immémoriales ; elles vont puiser leurs sources dans un passé très lointain mais qu’elles parviennent à actualiser, auquel elles donnent un sens contemporain. Ce qui m’intrigue, c’est pourquoi le passé est devenu aujourd’hui un problème. C’est évidemment une fausse naïveté : le passé dont je m’occupe est un passé traumatique, qui par définition laisse des séquelles et fait problème. Mon interrogation, c’est de tenter de comprendre pourquoi il y a un tel investissement collectif, à l’échelle nationale, européenne et parfois mondiale, pour prendre en compte les séquelles de ces traumatismes, à un degré inusité jusque-là.19

So ordnet sich Henry Rousso ein in eine Reihe ehemaliger französischer Vertreter einer ‚Pflicht zum Erinnern‘, die nun selbst von einem surinvestissement du passé sprechen, freilich ist dies keineswegs mit deutschen Schlussstrich-Debatten zu verwechseln. Vielmehr referiert Jean-Louis Jeannelle in seiner Besprechung Roussos in Le Monde die bestechende Gegenläufigkeit, wie mittlerweile die überstrapazierte Erinnerung an eine negative Vergangenheit nun ihren Gespenstern in der Gegenwart gegenüberstehe:

Reste que nombre des premiers défenseurs du « devoir de mémoire », tels Alain Finkielkraut ou Pierre Nora, se sont depuis révélés de virulents critiques de ce nouveau régime mémoriel, où l’histoire, soumise à une incessante demande de reconnaissance des souffrances passées, est objet de jugement plus que de connaissance.

Car le paradoxe, souligne Henry Rousso, est que « plus on a dénoncé les crimes de Vichy, plus la France a connu la renaissance de mouvements nationalistes et identitaires ; plus l’Europe a accordé à la Shoah le statut d’événement référentiel, plus l’antisémitisme a refait surface ». Qu’en conclure ? Que les politiques de mémoire mises en place n’ont pas suffi à restaurer une unité collective que la politique n’assurait plus.20

Man muss der Diagnose nicht zustimmen. Ihre existenzielle Dimension für Henry Rousso deutet er gleichwohl eindrücklich an, mit einer vorangestellten Widmung an seinen jüdischen Vater (von Nasser 1956 aus Ägypten ausgewiesen), „qui fut apatride et réfugié mais eut la sagesse de laisser le passé derrière lui“.21 – Nur: Was käme nach der Erinnerung?


  1. Mathieu Riboulet, Les Œuvres de miséricorde (Lagrasse: Verdier, 2012), 30.
  2. Stefan Brändle, „Streit um Genozid-Gesetz: Türkei stoppt Militärzusammenarbeit mit Frankreich“, Frankfurter Rundschau, 22. Dezember 2011, www.fr-online.de/politik/streit-um-genozid-gesetz-tuerkei-stoppt-militaerzusammenarbeit-mit-frankreich,1472596,11343970.html.
  3. „Bundestag: Die Armenien-Resolution im Wortlaut“, Der Spiegel, 2. Juni 2016, www.spiegel.de/politik/deutschland/bundestag-armenien-resolution-im-wortlaut-a-1095397.html. Vgl. dazu Yves Ternon, „Génocide des Arméniens: le vote du Bundestag détruit le négationnisme de l’Etat turc“, Le Monde, 6. Juni 2016, www.lemonde.fr/idees/article/2016/06/06/genocide-des-armeniens-le-vote-du-bundestag-detruit-le-negationnisme-de-l-etat-turc_4938744_3232.html.
  4. Ralf Neukirch und Christoph Schult, „Armenien-Resolution: Merkel geht auf Erdogans Forderung ein“, Spiegel online, 2. September 2016, www.spiegel.de/politik/ausland/armenien-resolution-angela-merkel-geht-auf-erdogans-forderung-ein-a-1110505.html.
  5. Kirsten Staudt, Strategien des Gehörtwerdens: der Völkermord an den Armeniern als Politikum. Ein deutsch-französischer Vergleich (Bielefeld: transcript, 2015).
  6. Staudt, Strategien des Gehörtwerdens, Verlagsankündigung.
  7. Henry Rousso, „Les racines du négationnisme en France“, Cités 36, Nr. 4 (2008): 51–62, online: www.cairn.info/revue-cites-2008-4-page-51.htm.
  8. Peter Matussek, „Kulturwissenschaft und Gedächtnisforschung: ein Verhältnis wechselseitiger Konstitution“, Handlung Kultur Interpretation: Zeitschrift für Sozial- und Kulturwissenschaften 1 (Mai 2003): 59–71, online: www.peter-matussek.de/Pub/A_50.html.
  9. Thomas Klinkert, Bewahren und Löschen: zur Proust-Rezeption bei Samuel Beckett, Claude Simon und Thomas Bernhard (Tübingen: Narr, 1996), 14.
  10. Patrick Modiano, „Le discours de réception du prix Nobel“, Le Monde, 7. Dezember 2014, www.lemonde.fr/prix-nobel/article/2014/12/07/verbatim-le-discours-de-reception-du-prix-nobel-de-patrick-modiano_4536162_1772031.html.
  11. Ursula Bähler und Wolfgang Asholt, Hrsg., Le savoir historique du roman contemporain, Revue des Sciences Humaines 321 (Lille: Presses Universitaires du Septentrion, 2016).
  12. Judith Kasper, Der traumatisierte Raum: Insistenz, Inschrift, Montage bei Freud, Levi, Kertész, Sebald und Dante (Berlin: De Gruyter, 2016), 11–2.
  13. Ljiljana Radonic und Heidemarie Uhl, „Zwischen Pathosformel und neuen Erinnerungskonkurrenzen: das Gedächtnisparadigma zu Beginn des 21. Jahrhunderts“, in dies., Hrsg., Gedächtnis im 21. Jahrhundert: zur Neuverhandlung eines kulturwissenschaftlichen Leitbegriffs (Bielefeld: transcript, 2016), 7–25, hier 7, online: www.transcript-verlag.de/media/pdf/2c70adf2d467ae2192d6acb7370959a3.pdf.
  14. Claus Leggewie und Anne Lang, Der Kampf um die europäische Erinnerung: ein Schlachtfeld wird besichtigt (München: Beck, 2011).
  15. Daniele Giglioli, Critica della vittima: un esperimento con l’etica (Roma: nottetempo, 2014), dt: Die Opferfalle: wie die Vergangenheit die Zukunft fesselt (Berlin: Matthes und Seitz, 2015). Vgl. auch Tommaso Speccher, Die Darstellung des Holocausts in Italien und Deutschland: Erinnerungsarchitektur – Politischer Diskurs – Ethik, übers. von Max Henninger (Bielefeld: transcript, 2016).
  16. Jens Bisky, „Ohnmachtskult: Pathos des Unanfechtbaren. Der italienische Literaturwissenschaftler Daniele Giglioli attackiert die Opferideologie“, Süddeutsche Zeitung, 28. Januar 2016.
  17. Henry Rousso, Face au passé: essai sur la mémoire contemporaine (Paris: Belin, 2016).
  18. Catherine Coquio, Le mal de vérité ou l’utopie de la mémoire, Le temps des idées (Paris, Armand Colin, 2015).
  19. Henry Rousso im Interview: „Les victimes de l’histoire en appellent plus à la connaissance qu’à la reconnaissance“, les inRocks, 16. April 2016, www.lesinrocks.com/2016/04/16/actualite/henry-rousso-societe-se-reconstruit-ne-faire-face-passe-de-facon-permanente-11820067.
  20. Jean-Louis Jeannelle, „La mémoire fouillée“, Le Monde des livres, 24. März 2016, www.lemonde.fr/livres/article/2016/03/24/la-memoire-fouillee_4889398_3260.html.
  21. Zit. in Sonya Faure, Dessin Sylvie Serprix et Catherine Calvet, „Le surinvestissement dans la mémoire est une forme d’impuissance“, Interview mit Henry Rousso, Libération, 8. April 2016, www.liberation.fr/debats/2016/04/08/henry-rousso-le-surinvestissement-dans-la-memoire-est-une-forme-d-impuissance_1444888.

 

Ill.: Felipe Gabaldón: 11-M Memorial. Atocha Station. Madrid, Spain.